Nachgedanken zu Köln

– Edit: Einige Stellen konkretisiert und Verbessert. –

Liebe Alle,
Das Was ich schreiben will, erschreckt mich. Denn das Was ich schreiben will, klingt selbst für mich nach PEGIDA. Ich muss es aber schreiben, denn es ist mein Eindruck. Er ist subjektiv, hat keinen Anspruch auf Richtigkeit, sondern nur auf Emotionalität.

Liebe Leute,

Wir haben versagt. Der Rechtsstaat am Silvester, die Medien danach.

Aber der Reihe nach. Die Vorstellung der Polizei an Silvester war beschissen. Ja natürlich haben die Beamten ihr bestes getan, doch das ist wie in der Schule – Die Polizei als ganzes hat sich stets sehr bemüht… Es waren einfach zu wenig Beamte. Natürlich konnte man ein solches Ereignis nicht vorher sehen, dennoch kann es nicht sein, dass wir die höchste Anzahl an Beamten seit je her haben, aber Polizei (und Justiz) einfach nur unter besetzt sind. Falsche Personalpolitik, Klüngel und Filz haben also dazu geführt, dass unser Staat wehrlos ist.
Gleichzeitig hat die Polizei auch nach Silvester versagt. Am nächsten Tag zu Behaupten, die Nacht sei ruhig gewesen, grenzt einfach nur an Hohn. Kann sein, und das glaube ich, dass der Bericht schon vorher verfasst war. Aber nichts desto trotz entschuldigt dieses nichts.
Natürlich nicht nur die Polizei hat versagt. Auch die Integrationspolitik hat versagt. Werte, Bräuche und Gepflogenheiten lassen sich nicht einfach in Deutschkurs magisch aneignen lassen. Hierzu sind Ethik- oder WerteKurse, eine harte Ausweisepolitik gegenüber denjenigen, die sich einer Integration verweigern und vor allem Sozialarbeiter dringendst notwendig. Natürlich, und dass muss man einfach sehen, kann man nicht eine Million Menschen zur gleichen Zeit so integrieren, wie es notwendig ist. Deutschland muss den Zustrom drosseln, damit wir Zeit haben, den Menschen auch die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen.

Wie gesagt, hat aber nicht nur der Staat versagt, sondern auch die Medien. Natürlich arbeiten in Medien auch nur Menschen, aber erst 4 Tage später zu berichten ist einfach nur versagt. Natürlich haben lokale Medien bereits am folgenden Tag berichtet und ja auch können Medien nicht jedes unbedeutende Ereignis direkt bringen, hier ist jedoch ein massives Missverhältnis offenkundig geworden. Bereits am nächsten Tag gab es Berichte über die Ereignisse und außerdem berichten bitte allem Medien mit Onlineauftritt gerne über jede Kleinigkeit, egal ob sie uns tangiert oder nicht. Besonders der Spiegel ist hier führend drin. Und zum anderen: entweder waren die Lokalzeitungen so unbedeutend, dass die Überregionalen diese nicht lesen müssen und damit als generelle Rechtfertigung der Medien unbrauchbar, oder aber die Überregionalen haben ihren Job nicht gemacht. Zudem: dpa berichtete bereits am 02., also 2 Tage vor den großen Medien, von den Ereignissen. In Netz kursierten bereits am Neujahrstag Augenzeugenberrichte. Im besten Fall waren sie also unfähig ihrem Job zu erledigen, im schlimmsten Fall, haben sie die Ereignisse bewusst verschweigen wollen. Dabei ist es relativ unerheblich, ob der Polizeibericht richtig oder falsch war. So oder so haben die Medien als objektive vierte Gewalt versagt.
Zudem haben die Medien eindeutig auch bei der Berichterstattung an sich versagt. Klar der Pressekodex sagt aus, dass die Herkunft von Tatverdächtigen nur berichtet werden sollte, wenn ein Bezug zur Tat an sich vorliegt. Dass ein solcher aber gegeben ist, musste jedem klar gewesen sein, der auch nur einen Augenzeugenberricht gelesen hat. Wenn eine Großgruppe zwei gemeinsame Merkmale aufweist, dann sind diese Merkmale an sich meistens relevant. Natürlich kann man versuchen sich aus der Verantwortung u reden und auf den Polizeibericht verweisen, aber entweder hat man wiederum nicht die entsprechenden Berichte und Artikel gelesen oder aber man wollte die Herkunft bewusst verschweigen.
Zu letzterem kommt, dass die Kommentare in den meisten Zeitungen sehr in eine Richtung tendieren – Verharmlosung. Am Anfang wurde mir viel Getöse selbst in Medien, die nicht dafür bekannt sind überhaupt Zeitgeschehen zu interpretieren, berichtet es handelte sich um den sogenannten Antanztrick. Die selben Medien, die keine vorschnellen Schlüsse ziehen wollen, konnten also direkt sagen, dass alles ganz “Harmlos” war. Dann als sich heraus kristallisierte, dass das Ganze doch nicht “nur” ein massiver Antanztrick war, kamen die Relativisionisten: “Alles halb so schlimm – waren ja keine Asylsuchenden, da waren auch deutsche auf dem Platz” und “Auf dem Oktoberfest gibt es bis zu 200 Vergewaltigungen (Dunkelziffer)”. Nur dass beide einfach nur politische Propaganda sind. Stimmt, auf der Domplatte waren auch andere Ethnien/Menschen mit anderen Herkunftsländern vertreten, doch hat niemand bisher eine Anzeige wegen sexueller Belästigung gegen einen dieser Menschen vor dem Bahnhof eingebracht und auch gab es auf dem mehrere Tage [!] dauernden Oktoberfest dieses Jahr “lediglich” eine Hand voll Anzeigen wegen sexueller Nötigung. Wenn man also so frei ist und von knapp 5 in 5 Tagen auf 200 als Dunkelziffer zu schließen, dann müsste man von den 130 in einer [1!!!!] Nacht auf 2600 Vorfälle schließen (mal 20 für die nicht so Rechenstarken unter den Linken Neobonisten). Diese Zahlen sind Humbuck. Keine seriöse Organisation schätzt das Oktoberfest auf 200 sexuelle Nötigungen und keine einzige davon wurde in aller Öffentlichkeit begangen.
Wir haben aber auch als Gesellschaft versagt: In den 50ziger jahren sahen wir es nicht ein Menschen zu Intgrieren, denn die würden ja eh wieder gehen. Jetzt 70 Jahre Später haben wir ein Religionsverständnis und Wertebild, dass Frauen, religiös Legitimiert und Begründet, die Rechte in der Gesellschaft abspricht und eine übertribene Keuschheits und Gesellschaftsferne von diesen Frauen verlangt. Gewalt des Mannes wird genauso legitimiert, wie die unmündigkeit der Frau. Anders als in den christlichen Kirchen, in denen zumindest in Europa eine Mehrzahl der Menschen nicht “so wirklich” an die Soziallehren der Kirchen glauben und eine tolerante und offene Gesellschaft bilden, existiert diese Abstraktion in der streng gläubigen muslimischen Gesellschaft nicht. Hier haben wir aus einem falschen Religionsverständniss und dem Willen nach Multikulturalismus heraus versagt. Aber: Miltikulturalismus bedeutet auch: Verschiedene Wertvorstellungen, verschiedener Umgang mit Homosexuellen, Frauen und auch: Verschiedene Akzeptanz von Gesetzen. Auch Gesetze sind Kulturabhängig und als solches begrenzt auf die Kultur, die sie akzeptiert. Andere werden, wenn die Gesetze allgemeine Gültigkeit haben sollen unterdrückt.
Aber nicht nur bei den strenggläubigen Muslimen haben wir versagt: Auch bei Russlanddeutschen und Osteuropäern und deren Clanstrukturen haben wir vollkommen versagt.

Auf die aktuellen Flüchtlinge bezogen:

Ich glaube tatsächlich, dass die meisten Leute in Syrien und im Irak es mit der Religion halten wie wir: Mann kann sich dran halten, muss es aber nicht. Nur hier angekommen, werden Sie alleine gelassen. Mein Vater drückte es ganz nett aus: “Wenn ich am Tian’amen-Platz stehe und Deutsch höre, geselle ich mich doch zu den Deutschen”. Leute rotten sich zu gruppen Zusammen, die die gleiche Sprache sprechen: Hier kann man frei und gerade heraus reden, Gefühle ausdrücken, und aus dem was ich von Bekannten weiß, die aus dem arabischen Raum stammen: Für die ist Deutsch extrem schwierig zu lernen. Es ist so vom Arabischen verschieden, dass es vielen Leuten extrem schwerfällt das selbst nach 20 Jahren fehlerfrei zu sprechen. Denkt doch einfach selbst daran, wie ihr versucht habt, Spanisch zu lernen. Hier müssen wir helfen. Wir müssen endlich die mit Geld und Material aus Saudi-Arabien ausgestatteten Salafisten aus dem Einflussbereich dieser Menschen verbannen und konsequent bekämpfen. Religionen oder Weltanschauungen, die so grundsätzlich unser Wertesystem in Frage stellen, dürfen wir nicht dulden.

Die Nacht in Köln ist jedoch ein Ergebnis einer weiteren Situation: Wir haben aus diesen Gesellschaften einen Zustrom von knapp 70% Männern und männlichen Jugendlichen. Ja auch wenn es bitter kling: Testosteron ist ein gefährlicher Sprengstoff. Ohne Arbeit, auf sich alleine gestellt und zugleich ohne die streng Religiöse Kultur, die Sie im Zaun hält, dafür lediglich mit dem Bewaffnet, was Sie aus den halb Seidenen Seiten des Internets (Pornos und schlechte Serien) über den Westen kennen, dazu mit einem Frauenfeindlichen Werteverständnis , bilden diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen natürlichen gefährlichen Mob. Ja, hier müssen wir Härte zeigen: Der Staat darf sich keine Schwäche erlauben, denn dieses stachelt Jugendliche nur zu mehr an. Aber: Wir müssen besonders diesen Jugendlichen helfen. Sie müssen etwas zu tun haben; und sei es Ein-Euro-Jobs; in denen Sie sich ausleben können, Energie und Testosteron abbauen können. Besonders hier müssen Sozialarbeiter ran, die den Jugendlichen Struktur, Familienersatz und ein neues Wertegefüge vorleben. Keine Behörden.

Liebe Leute,
jetzt haben wir den Salat: Pseudo-Feministen wollen die Situation genauso nutzen wie rechte Gruppen und unsere Gesellschaft unterminieren. Es haben sich schon lange Parallelgesellschaften gebildet, in denen Mädchen von klein auf beigebracht wird, dass sie wertlos und entweder Eigentum des Mannes sind oder eine verachtenswerte Hure. Diese Mädchen geben das genauso an ihre Kinder weiter. Hier müssen wir mit der falschen Toleranz aufhören. Unsere Werte verlangen es von uns, dass wir in den Schulen offensiv lehren: Der Mann hat nicht mehr Rechte als die Frau und wenn eine Religion, eine Partei oder eine Gruppe das behauptet, dann hat sie keinen Platz in unserer Gesellschaft.
Wir müssen als Gesellschaft einen Diskurs führen, frei von Vorurteilen und schnellen “Rassismus” rufen. Und ja, auch wenn ich Gabriel dafür gescholten habe, wir müssen mit allen Teilen der Bevölkerung reden, auch den PEGIDA Gängern.

Wenn Deutschland sich jetzt nicht von Nebelbomben der Rechten Glatzköpfe und Rassisten und der Linken Gutmenschen ablenken lässt, und wenn auch mal eine Frau Merkel und ein Herr Gabriel aktiv werden würden, können wir das schaffen. Dann können wir nämlich wirklich sagen “Wir schaffen das!”, aber auch nur dann.

SH

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