Kurz und Knapp:Bitcoin

Bitcoins sind eine Cyberwährung. Ich möchte hier jedoch einige meiner Gedanken zu Bitcoins loswerden: Zur Zeit Steigen die Bitcoin-Kurse, bzw., pendeln sich bei 70-90€ pro Bitcoin ein. Viele Befürworter von Bitcoin wollen Bitcoin als Staatenunabhängige Währung etablieren. Ich möchte hier einige Gedanken zu den Bitcoin-System an sich loswerden. Bitcoin hat zur Zeit mehrere entscheidende Probleme:

1) Bitcoins sind derzeit keine Währung an sich, sondern eher ein Produkt. Sie unterliegen den gleichen Prozessen, wie Produkte: Anders als Währungen, müssen Bitcoins produziert werden. Es ist Arbeit nötig, um Bitcoins herzustellen und Sie im Umlauf zu halten. Das bedeutet, dass entweder a) Bitcoins niemals als eigenständige Währung eingesetzt werden können, b) ein Staat umfangreiche Hardware aufbaut und die Bitcoinberechnung “für lau” übernimmt und damit die Unabhängigkeit der Bitcoins flöten geht, oder c) Bitcoins als Währung zu einer Verarmung der “Nicht Miner” führt, da diese die Miner für ihre Arbeit bezahlen müssen.

2) Bitcoins werden gehortet. Viele “early adopter” haben große Mengen von Bitcoins gehortet. Diese gehorteten Bitcoins sind nicht im Bitcoinkreislauf verfügbar. Und Sie stehen auch nicht den Kaufinteressenten zur Verfügung. Der Kurs der Bitcoins gegenüber den klassischen Währungen bestimmt sich dabei ganz klassisch durch Angebot und Nachfrage. Wenn nun große Mengen von Bitcoins gehortet werden, wird der Wert der Bitcoins verfälscht. Der Wechselkurs ist künstlich hoch. Wenn diese gehorteten Bitcoins auf eine oder andere Weise auf den Markt kommen, bricht der Kurs ein und Wert wird vernichtet.

3) Unser Wirtschaft an sich basiert dabei auf Investitionen, Krediten, Schulden, Zins und in gewisser Weise auch Inflation. Wir erstreben Gewinn. Da aber alle Gewinn erstreben, wird um alle zu bezahlen in jeder Periode mehr Geld benötigt, als in der Davongehenden. Dieses kann nur gelöst werden, wenn immer mehr Geld auf den markt gepumpt wird und es eine Inflation gibt. Bei Bitcoins ist jedoch eine Deflation schon eingebaut. Es gibt eine festgesetzte Maximalmenge an Bitcoins. Das heißt, dass irgendwann es nicht mehr Bitcoins geben kann. Wenn nun das Wirtschaftsdenken und System nicht geändert wird, führt dass dazu, dass in jeder Periode weniger Geld zur Verfügung steht und die Teilnehmer auf Dauer verarmen.

4) Wenn der Wechselkurs stabil bleibt, lohnt sich irgend wann das Mining, das Berechnen und bestätigen der Blockchain nicht mehr. Dann sind die dadurch generierten Bitcoinblöcke so wenig wert, dass die Kosten des Minings nicht mehr gedeckt sind. Es wird nicht mehr gemint, Transaktionen können nicht mehr bestätigt werden. Dann bricht das System auch zusammen. [Wenn der Kurs ansteigt, werden die gehorteten Bitcoins wertvoller. Werden diese dann auf den Markt gegeben, verliert das ganze System massiv an Wert. (Vgl. Nummer 2)]

5) Die Verteilung von Bitcoins ist nicht ausgeglichen. Wenn Bitcoins als Währung bestehen soll, muss die Verteilung von Bitcoins, global betrachtet, ausgeglichen sein. Die Ungleiche Verteilung führt zu ungleicher Kaufkraft bei ungleicher Arbeitsverteilung. Damit wird Produktion (Arbeit die Geleistet wird, um Bitcoins zu kaufen) entwertet, während “early adopter” für keine Arbeit, mit minimalem Risiko, unverhältnismäßig viele Bitcoins haben. Dabei muss man beachten, dass eine geringe Anzahl an Bitcoins für “early adopter” nicht verkehrt ist, jedoch am Anfang viele Bitcoins mit minimalem aufwand und minimalem Risiko erworben oder ermint werden konnten. Die Relation stimmt in sofern nicht mehr.

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