Kurz und Knapp:Profitismus I

Liebe Freunde,

unsere Gesellschaft steuert auf einen Abgrund zu: Unser Wirtschaftssystem wird einen schweren schlag erleiden und unsere Gesellschaft verarmen:

In unserem Wirtschaftssystem hat sich innerhalb der letzten 10/20 Jahre der Fokus und die Unternehmerischen Ausrichtungen weg von stabiler wertschaffender Produktion von Gütern oder Gesellschaftlichem Mehrwert, hin zu einer Fokussierung auf kurzfristiger Gewinnsteigerung und Gewinnerzielung verlagert. Der Gewinn wird von “Fachleuten”, insbesondere Investoren, aber auch von etlichen theoretischen Wirtschaftswissenschaftlern als Ausdruck und Repräsentation für die Produktivität eines Unternehmens oder einer Unternehmung angesehen.  Von diesen Leuten werden nicht gewinnbringende Faktoren oder Produkte schlicht weg als Falsch, Teufelszeug und unwirtschaftlich abgeschrieben. Es wird nicht darauf geachtet, ob die entsprechenden Produkte möglicherweise einen gesellschaftlichen oder gar gesamtgesellschaftlichen Wert haben.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Produktionsprozesse rationalisiert wurden, Löhne gesunken oder zumindest trotz Inflation nicht erhöht wurden, Produktionen zentralisiert und schließlich auch outgesourced wurden.

Gleichzeitig steigen im Vergleich zu den Herstellungskosten die Preise für Konsumenten immer weiter an. Ein Teufelskreis wird in gang gesetzt:

Die Konsumenten in Europa zehren zur Zeit von den Rücklagen. Dabei sind nicht nur die monetären Rücklagen, sondern auch bestehende Infrastruktur, Kultur, etc zu betrachten. Wenn diese Rücklagen aufgebraucht sind, wird man feststellen, dass eine Gewinnsteigerung und gleichzeitig ein Verkauf der Wahren in Europa nicht mehr möglich sind:

Die Arbeitnehmer müssen zwangsläufig weniger verdienen, als die Produkte dem Unternehmen einbringen. Das heißt, wenn man sich die gesamte Wirtschaft betrachtet, müssen alle Arbeitnehmer weniger verdienen, als die Unternehmen einnehmen können. Andernfalls wäre ein Gewinn der Unternehmen unmöglich.

Daher funktioniert diese Herangehensweise nur so lange, bis die Rücklagen aufgebraucht sind. Wenn die Gesellschaft keine Rücklagen mehr mobilisieren kann, können die Unternehmen keinen Gewinn mehr machen, das System bricht zusammen.

Natürlich kann man dagegen einwenden, dass dann durch Banken Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt wird, d.H. Inflation statt findet und insofern die summarischen Gewinne ja meistens lediglich Inflationsausgleich darstellen.

Dieses entkräftet aber nicht das Argument: Die Löhne, also die bei den Konsumenten verfügbare Kaufkraft besteht vor Einfluss der Inflation: Erst bekommen die Konsumenten den Lohn für Ihre Arbeit (Produkt wird erzeugt, Konsument/Arbeiter bekommt seinen Lohn, Produkt wird zum Verkauf angeboten), danach erst wird ein Produkt angeboten. Wenn nun ein Konsument einen Kredit aufnimmt um die fehlende Differenz Geld zu haben (Die Preise für Produkte – Seine verfügbare Kaufkraft) wird das Geld durch Banken erst erzeugt. Vorher existiert dieses nicht und erst in diesem Moment wird Inflation erzeugt.

Gleichzeitig existiert aber nun eine Belastung bei dem Konsumenten, eine Zinspflicht und eine Rückzahlungspflicht. Dieses mindert in der nachfolgenden Periode seine Kaufkraft. Da aber Inflation eingetreten ist, müssen die Unternehmen um weiterhin Wertgewinn zu erzielen, ebenfalls die Preise um die Geldentwertung anpassen.

Der Konsument/Arbeiter hat nun jedoch Anstelle seiner Ursprünglichen Kaufkraft selbst bei vollem Inflationsausgleich noch weniger Kaufkraft zur Verfügung als in der vorhergehenden Periode, da er immer noch das Darlehen aus der vorherigen Periode hat. Er muss daher in dieser Periode das vorhergehende Darlehen samt Zinsen begleichen und zusätzlich die Wahren kaufen. Daher muss er sich nun ein noch viel hehreres Darlehen als zuvor aufnehmen. Ein Teufelskreis.

Temporär mag dieses System wie gesagt funktionieren. Es wird zwangsläufig Leute geben, die immer ärmer werden, da diese weniger Verdienen, damit weniger eigene Kaufkraft aufweisen und proportional mehr Schulden machen. Dafür mag es andere Personen mit höherem Einkommen und weniger, bzw. gar keinen Schulden geben. Jedoch ist dieser Zustand begrenzt: irgend wann haben auch die untersten keine eigene Kaufkraft mehr und sind Bankrott/Insolvent. Wenn diese Aus dem System herausfallen, da Sie keine Kaufkraft irgend einer Weise aufweisen können, Sie bankrott sind, gehen werden bei einigen Personen (juristisch oder natürlich) Verluste auftreten. Diese Personen fallen dann früher oder Später ebenfalls in die “negativ Zone”. Das Spiel geht weiter, bis nur noch zu wenige Habende existieren, um das Spiel am laufen zu halten. Zusammen mit anderen ähnlichen Phänomenen, die dafür sorgen, dass im Prinzip einmal vorhandene “überflüssige Kaufkraft” als “Quasi Bank” (jedes Investment kann als kreditvergabe und ab einer Positiven Privatbilanz jede Kredit Aufnahme als fremde Sparanlage aufgefasst werden) immer mehr “positive Kaufkraft” kumuliert, und Einflussnahmen durch Sozialsysteme, Steuern und anderen Beeinflussungen die Bilanzen zusätzlich zu anderweitigen ausgaben und Belastungen belasten und einmal negative Bilanzen noch schneller zum Bankrott führen, ist dieses die Krugs unseres Systems und der Grund für unser baldiges Scheitern.

(nur als Anmerkung: Sozialsysteme sind in “Geschlossenen Gesellschaften” ein Gesellschaftliches Linke Tasche, Rechte Tasche Spiel: Die Leute, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, geben diese primär für elementar Lebensnotwendigkeiten aus, sekundär für anderen Schnick-Schnack. beides wird von Unternehmen oder Unternehmungen hergestellt, die dafür Gewinne einfahren und Eigentümer dieser Unternehmen entlohnen, quasi Zinsen auf das Eigebrachte Geld/die entsprechenden Schulden zahlen. Dieses geht an die die Sozialhilfe mittels Steuern finanzierenden Personen [Sozialhilfeempfänger sind in 99% der Fälle nicht an irgendwelchen Unternehmen oder Unternehmungen beteiligt]. Ergo diese Leute bekommen global [im sinne von als Schicht in der Gesellschaft] betrachtet, ihr Geld zurück. “Leider” unverzinst und damit mit meistens mit Wertverlust behaftet.)

Leider wird von vielen Wirtschaftswissenschaftlern als Lösung dieses Dilemmas immer “Wachstum” angegeben. Es wird davon ausgegangen, dass immer weiter expandiert werden kann und dass die Märkte unendlich und unbegrenzt sind.

Leider wird dabei vergessen, dass Wachstum nur bei entsprechend vorhandener Kaufkraft der Konsumenten funktioniert und diese logischerweise ebenen nicht unbegrenzt ist. Es wird die Ursache (Die Kaufkraft) mit der Wirkung (Wachstum) unzulässiger Weise vertauscht. Ohne Kaufkraft kein Wachstum, ohne Wachstum keine weitere Kaufkraft, ohne weitere Kaufkraft kein Wachstum,……

Erst wenn wir dieses Begriffen haben, können wir uns aus der Spirale unseres Wirtschaftssystems lösen und anfangen über vernünftige Lösungen nachzudenken.

S!

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